Der Erweiterungsbau zur Reichskanzlei

Der Erweiterungsbau zur Reichskanzlei wurde 1928 bis 1931 von Eduard Jobst Siedler und Robert Kisch auf dem Grundstück des Jahre zuvor abgerissenen Palais Pleß (letzter Besitzer war Voss) errichtet. Die Einweihung erfolgte durch Paul von Hindenburg anlässlich des 60. Jahrestages der Reichsgründung. 1934, während der Umbauten an der Alten Reichs-kanzlei, wurden durch Albert Speer im Inneren des Erweiterungsbaues Veränderungen vor-genommen. Albert Speer war es auch, der 1935 einen Balkon (Führerbalkon) an die Haupt-fassade anbaute. 1938 erfolgten im Zuge der Integration in die Neue Reichskanzlei der Abriss und Wiederaufbau des Südflügels. Dies war notwendig, um eine doppelte Toreinfahrt als Zugang in den Ehrenhof der Neuen Reichs-kanzlei in die Fassade integrieren zu können. Der Erweiterungsbau wurde 1945 durch eine Fliegerbombe teilweise zerstört. Nachdem das Gebäude zusammen mit der Neuen Reichs-kanzlei zur Baumaterialiengewinnung frei-gegeben wurde, erfolgte 1950 auf sowjetischen Befehl die Sprengung.