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Das
Reichskanzlerpalais /
Die Alte Reichskanzlei
1738/39
wurde die Alte Reichskanzlei als ein Adelspalais durch C.
F. Richter errichtet. Nach-dem das Barockpalais
des Öfteren seine Be-sitzer wechselte, kaufte Otto
von Bismarck das Gebäude 1869 für Zwecke
der Preußischen Staatsregierung an. Bismarck wohnte
zu dieser Zeit noch im benachbarten Auswärtigen Amt und
wollte nicht, dass das Palais dasselbe Schicksal ereilt, wie
kurz zuvor das Palais Voss.
Dieses wurde ab-gerissen, um das Grundstück aufzuteilen
und auf ihm die Voßstraße errichten zu können.
1875 wurden Grundstück und Palais für das Deutsche
Reich erworben und das Palais sollte von nun an als Wohn -
und Amtssitz des jeweiligen Reichs-kanzlers genutzt werden.
1875-78 erfolgte ein Umbau, der nach Plänen von Georg
Joachim Wilhelm Neumann ausgeführt wurde.
Nach dem Abschluss dieser Umbauten nutzte Bismarck das Palais
als Residenz. Des Weiteren richtete er hier die neu gegründete
Behörde "Zentral-bureau des Reichskanzlers"
ein und schlug die Umbenennung des Palais in Reichskanzlei
vor. Noch im selben Jahr ging die Reichs-kanzlei als Tagungsort
des Berliner Kongress zur Regelung der Balkanprobleme in die
Geschichte ein. Die Tagung fand im Festsaal, der sich in der
Mitte des Obergeschosses befand, unter der Vermittlerrolle
Bismarcks statt. 1934-35 erfolgten ein erneuter Umbau sowie
die Neu-einrichtung der Wohn- und Arbeitsräume für
Adolf Hitler
durch Paul
Ludwig Troost. 1938 wurde von Albert
Speer der Eingangsbereich um-gebaut. Er gliederte
zudem die Reichs-kanzlei architektonisch in die von ihm zwischen
1937 und 1939 errichtete Neue Reichskanzlei ein. Von nun an
wurde das Palais als Alte Reichskanzlei bezeichnet. Im März
1 945, noch während man Bombenschäden reparierte,
wurde der Festsaal der Alten Reichskanzlei durch einen Volltreffer
zerstört. Der Gesamtbau wurde dann zwischen dem 23. April
und dem 2. Mai 1945 durch das intensive Artilleriefeuer zerstört,
das während der Schlacht um Berlin pausenlos auf dem
Areal der Reichskanzlei lag.
Eine detaillierte Beschreibung Umbauten von 1934-1935 befindet
sich auf der
DVD "Der
Führerbunker (1935-1942)".
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